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Selbsthilfe * Solisause mit fabulös – glamourösen Konzerten am Dienstag 7.2.

Eingetragen am: 04.02.2012

von Seni Görmem Imkansiz (elektro/wave-istanbul), 
Prunella Explosion (acoustic/folc/experimental-Bielefeld/Berlin)
und albertaalert (electropop/folc/herumgealberta-Kassel)


ab 20:00 Einklang mit DJane Duo Female*Frontage
ab 21:00 Konzerte ,
anschliessend Party mit DJane LuCee Pearl
(Tanzmusik) und anderen

Eintritt 8€ / später Party 4€ im Südblock, Admiralstrasse 1-2 *open for all gender*
Flyer

stop trans pathologization 2012

Eingetragen am: 19.10.2011

Presseerklärung zum Block der Gesichtslosen

Eingetragen am: 23.09.2011

Berlin 22.9.2011 23:00

Am Block der Gesichtslosen auf der Demonstration gegen den Papst nahmen nach Angaben der Organisator_innen 500 Betroffene sexualisierter Gewalt und solidarische Personen teil. Viele trugen weiße Masken, um darauf hinzuweisen, dass es noch zahllose weitere Betroffene sexualisierter Gewalt gibt. „Die Masken waren auch ein Versuch sich gegen die Reduzierung auf individuelle Opfergeschichten zu wehren“ berichtet Thomas Schlingmann von der Anlaufstelle Tauwetter. „Die Botschaft war, wir sind viele und wir lassen uns nicht länger zum Objekt machen, weder von sexualisierter Gewalt noch von Voyeurismus“. Auf Transparenten wandten sich die Teilnehmenden gegen jede Form von sexualisierter Gewalt und sagten an die katholische Kirche gerichtet „Non absolvimus vos – wir vergeben euch nicht“. In Redebeiträgen wurde der Papst für die Geschehnisse in den Institutionen der katholischen Kirche verantwortlich gemacht: „Das autoritär-patriarchale Weltbild, die Schlechterstellung von Frauen, der absolute Gehorsam, die unkritisierbare Hierarchie, … all das produziert geradezu sexualisierte Gewalt.“ Auch wurde darauf hingewiesen, dass bisher noch gar nicht beachtet wird, wie viel dieses Menschen- und Weltbild zu sexualisierter Gewalt in katholischen Familien beiträgt. Während der Demonstration wurden Grußworte u.a. von Movemiento contra abuso sexual (Bewegung gegen sexuellen Missbrauch) aus Nicaragua und vom Bundesverband Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe verlesen, die sich mit den Teilnehmenden
solidarisierten.

Der Block ist von der Wildwasser Frauenselbsthilfe und Beratung Berlin und der Anlaufstelle Tauwetter für betroffene Männer, zwei Fachstellen gegen sexualisierte Gewalt, gemeinsam organisiert worden. Die Veranstalter_innen werten den Block als großen Erfolg: „Das war das erste Mal, dass Betroffene und solidarische Personen gemeinsam auf einer Demonstration auf die Straße gegangen sind. Schon im Vorfeld und auch auf der Demonstration haben wir viel Solidarität erlebt und Unterstützung bekommen. Das war ein toller Erfolg und wir danken allen, die dazu beigetragen haben.“

Leider gab es nach Angaben der Organisator_innen aber auch am Rande bedauerliche Ereignisse:
Der Block der Gesichtslosen sollte ursprünglich direkt nach der Demospitze laufen. Die Polizei verlangte aber, dass der Block ans Demonstrationsende verlegt wird –angeblich zum Schutz des Blocks. Die Organisator_innen bemerken dazu „Wir finden es ungeheuerlich, dass auf diese Weise das Thema sexualisierte Gewalt wieder einmal an den Rand gedrängt worden ist. Das Argument, uns schützen zu wollen, ist einfach lächerlich. Das zeigte sich, als die Polizei am Ende der Demonstration antifaschistische Gruppen verfolgt und unseren Block bedroht hat. Durch das rücksichtslose und gewalttätige Vorgehen sind dabei mehrere Teilnehmer_innen der Demonstration verletzt worden. Wir protestieren auf das Schärfste gegen diesen unverhältnismäßigen Polizeieinsatz.“