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Berliner EHS-Beratung zum "Fonds sexueller Missbrauch"

Beratung zum Fonds „Sexueller Missbrauch“ des ergänzenden Hilfesystems (EHS)

Betroffene von sexualisierter Gewalt in ihrer Kindheit und Jugend können beim Fonds „Sexueller Missbrauch“ einen Antrag stellen. Beantragt werden können Leistungen, die die Folgen der Gewalt lindern können. Die EHS-Beratung unterstützt und berät, wie ein Antrag gestellt werden kann und welche Voraussetzungen zu beachten sind.

Um einen Antrag stellen zu können, muss:

- die Gewalt in Deutschland (BRD oder DDR) vor dem 30. Juni 2013 geschehen sein,

- die betroffene Person muss minderjährig gewesen sein,

- und die gewaltausübende Person muss entweder aus dem (im weitesten Sinne) familiären Umfeld gestammt haben oder aber als Angestellter einer staatlichen Institution (Schule, Kindergarten etc.) aufsichtspflichtig gewesen sein.

Es können Leistungen wie Psychotherapien (auch solche, die die Krankenkasse nicht oder nicht mehr zahlt), Fortbildungen etc. beantragt werden. Pro Person beträgt die beantragbare Summe maximal 10.000 Euro. Prinzipiell ist alles beantragbar, was Folgen der Gewalt lindern kann.

Die EHS Beratungsstelle bei Wildwasser läuft zum 31.12.2019 aus. Es können selbstverständlich weiter Anträge gestellt werden, der Fonds ist entfristet. Unterstützung bei der Antragsstellung bieten ab dem 01.01.2020 für Personen unter 27 Jahre die Wildwasser Mädchenberatungen an, für Personen über 27 Jahre die Selbsthilfe und Beratung.

 


 Weitere Beratungsstellen bundesweit finden sich hier: http://www.fonds-missbrauch.de/?18

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