Wildwasser > Aktuell > Artikel

Pressemitteilung von Wildwasser e.V.: Louise-Schroeder-Medaille 2014 geht an Wildwasser e.V. Berlin

Pressemitteilung als PDF

Parlamentspräsident Ralf Wieland wird in einer Feierstunde am Donnerstag, dem 3. April 2014, um 18.00 Uhr im Festsaal des Abgeordnetenhauses von Berlin die Louise-Schroeder-Medaille an Wildwasser e.V. überreichen. Das Präsidium des Abgeordnetenhauses folgt mit seinem Beschluss einem Vorschlag des Kuratoriums „Louise-Schroeder-Medaille“. Die Laudatio wird von der Journalistin und Moderatorin Dunja Hayali gehalten.

Wildwasser e.V. Berlin arbeitet seit über 30 Jahren gegen sexuelle Gewalt an Mädchen und Frauen. Schon 1982 gründeten zwei mutige Frauen in Berlin die erste Selbsthilfegruppe von Frauen, die in der Kindheit sexualisierte Gewalt erfahren hatten. Im Oktober 1983 wurde der Verein in das Vereinsregister eingetragen. Die Arbeit des Vereins hat sich in den letzten 30 Jahren weiterentwickelt: Heute besteht Wildwasser e.V. aus der Selbsthilfe und Beratung für Frauen/Trans*, die sexuelle Gewalt als Mädchen erfahren haben, dem Infoladen, der nächtlichen Frauenkrisenanlaufstelle FrauenNachtCafé, den Mädchenberatungsstellen für Mädchen, die sexualisierte Gewalt erfahren, unterstützende Personen und Professionelle, dem Mädchennotdienst mit Anlaufstelle (in Kooperation) und Krisenwohnung, der interkulturellen Wohngruppe DonyA, betreutem Zweierwohnen und ambulanten Hilfen zur Erziehung. 

„Wir freuen uns sehr über diese Anerkennung unserer feministischen, parteilichen, inter- oder transkulturellen Arbeit gegen sexualisierte Gewalt durch die Verleihung der Louise-Schroeder-Medaille,“ sagt Iris Hölling, Geschäftsführerin von Wildwasser e.V. „Wir begreifen diese Auszeichnung als Ermutigung in unserem Kampf gegen sexualisierte Gewalt nicht nachzulassen und uns weiter für Mädchen und Frauen / Trans*, die sexualisierte Gewalt erfahren haben, und ihr Recht auf selbstbestimmte Unterstützung einzusetzen. Auch die gesellschaftliche und politische Auseinandersetzung mit sexualisierter Gewalt muss sich verändern: Bestehende Macht – und Geschlechterverhältnisse, die sexualisierte Gewalt begünstigen, müssen reflektiert und in Frage gestellt werden und auch die gesellschaftlichen Akteur_innen müssen sich mit dem Ausmaß sexualisierter Gewalt gegen Mädchen und Jungen auseinandersetzen und ihre Verantwortung für den Schutz vor sexualisierter Gewalt wahrnehmen. Solange wir sexualisierte Gewalt nicht verhindern können, besteht eine gesellschaftliche Verpflichtung, die Betroffenen bestmöglich zu unterstützen und zu begleiten.“

Kontakt:  Iris Hölling, Geschäftsführerin Wildwasser e.V., 030/48628232 geschaeftsfuehrung@wildwasser-berlin.de

Zurück