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Presseerklärung

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Forderungen parteiliche Fachstellen
Opferschutz und Strafverfahren

Ein Jahr öffentliche Diskussion über sexuellen Missbrauch
Fachstellen gegen sexualisierte Gewalt ziehen Bilanz und fordern eine strukturelle Verbesserung der Hilfen für Betroffene.

Vor einem Jahr lösten die ersten Berichte über die sexuelle Ausbeutung von Schülern durch Ordensbrüder am Berliner Canisius Kolleg eine Welle der Empörung und der Aufdeckung aus. Zahlreiche Fälle sexuellen Missbrauchs innerhalb der Kirchen, im Sport, im Gesundheitswesen und Einrichtungen der Jugend- und Behindertenhilfe wurden aufgedeckt. Die Politik konnte den Handlungsbedarf nicht mehr leugnen und lud Vertreter der Kirchen, Verbände, Justiz und Wissenschaft zum Runden Tisch. Mit wenigen Ausnahmen verzichtete die Bundesregierung bei der Zusammensetzung des Runden Tisches auf die Expertise der Fachstellen gegen sexualisierte Gewalt. Damit blieben die Erfahrungen der Stellen weitgehend ungenutzt,  die in den vergangenen Jahrzehnten die Angebote und Konzepte zum Thema sexualisierte Gewalt aufgebaut haben und in denen sich Expertise zu allen Themenfeldern von Prävention, Intervention, Fachberatung, Vernetzung bis hin zur Qualitätssicherung bündelt.
Nach einem Jahr intensiver öffentlicher Diskussion über die sexuelle Ausbeutung von Mädchen und Jungen ziehen die Fachstellen gegen sexualisierte Gewalt nun Bilanz und müssen feststellen, dass trotz aller politischen Absichtserklärungen und intensiver Diskussionen am Runden Tisch bisher keine Verbesserung der Hilfen für Betroffene festzustellen ist. In gemeinsamen Stellungnahmen fordern sie eine strukturelle Verbesserung dieser Hilfen und nehmen zur Vernachlässigung des Opferschutzes im Strafverfahren Stellung.  Mit ihren Stellungnahmen möchten sie die Positionen der VertreterInnen der parteilichen Fachstellen am Runden Tisch unterstützen und die Politik auffordern, endlich Maßnahmen zur Verbesserung der Situation der Betroffenen umzusetzen.

Für Presseanfragen stehen zur Verfügung:

  Frauennotruf Göttingen:
Maren Kolshorn, 0551 – 44684
  Frauen-Notruf.Goe@t-online.de
  Tauwetter e.V. Berlin: Thomas Schlingmann, 030/693 80 07
    mail@tauwetter.de
  Wildwasser e.V. Berlin: Iris Hölling, 030/48628232
 
geschaeftsfuehrung@wildwasser-berlin.de
  Zartbitter e.V. Köln:
Ursula Enders, 0221/312055
    info@zartbitter.de
  Zartbitter Münster e.V.: Astrid-Maria Kreyerhoff
  Zornröschen e.V. Mönchengladbach: Sigrid Mattausch, 02161/208886
    info@zornroeschen.de
  ANYMA München: 089 /201 70 01

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